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„La pela es la pela“ oder: „Geld stinkt nicht“

Kostenlose Mittel zum SpracherwerbSpanisch Lernen kostenlos

Wer kennt es nicht: Man hat Lust, etwas zu tun, aber man kann diesem Willen aus finanziellen Gründen nicht nachgeben. Es kann beispielsweise sein, dass gerade Januar ist und man den ganzen Dezember lang Geld für Feiern und Geschenke ausgegeben hat. Ebenso ist es möglich, dass die Ferien bald anfangen und man aus diesem Grund Geld sparen muss. Manchmal hat man in finanzieller Sicht auch einfach schon bessere Tage gesehen. Das Erlernen einer Sprache gehört für gewöhnlich eher zu den Dingen, denen wir entsagen, wenn wir sparen müssen oder nicht zu viel Geld ausgeben können. Normalerweise lernt man Sprachen aus Vergnügen oder weil sie einen der guten Vorsätze ausmachen, die man sich am Jahresanfang gesetzt hat und die man letztlich doch Stück für Stück aufgibt…

Für jeden, der diese Art alltäglicher Probleme kennt, gibt es eine große Menge an vielfältigen Hilfsmitteln. Sie stehen uns zur Verfügung, ohne dass wir uns dessen oftmals bewusst wären. Wenn wir zum Beispiel noch kein Urlaubsziel für unsere nächsten Ferien festgelegt haben, wäre es hilfreich, sich für ein Land zu entscheiden, dessen offizielle Spanische Sprache Lernen möchte.

Hierfür brauchen wir natürlich Geld; wir dürfen uns also nicht in einer allzu kritischen finanziellen Lage befinden. Es ist darüber hinaus anzumerken, dass es nicht darum geht, im Land Urlaub zu machen und die Sprache bei Wiederankunft perfekt zu beherrschen. Viel mehr ist es von Wichtigkeit, dass wir uns an das Umfeld gewöhnen, uns mit der Sprache umgeben, Fahrpläne und Plakate lesen und Muttersprachlern dabei zuhören, wie sie sprechen. Die bedeutet, dass wir die Fremdsprache lebendig in ihrem natürlichen Umfeld kennenlernen, was sehr wichtig ist.

Es gibt jedoch auch Lernmittel für all diejenigen, die kein Geld für einen Urlaub aufbringen können. Hier ist der „Tandem“-Dienst beziehungsweise Sprachaustausch zu nennen, der vollkommen gratis ist und entweder durch Vereinigungen von Muttersprachlern oder Schulen wie Lengalia angeboten wird. Letztere hat sich dem Unterricht der spanischen Sprache verschrieben und betreibt diesen Service komplett kostenfrei mit dem bloßen Ziel, Menschen zusammenzuführen. Dass man sich mit einem Muttersprachler trifft, soll nicht heißen, dass er uns schnell beibringt, die Sprache zu beherrschen. Vielmehr ist das Ziel dieser Treffen, die mündlichen Kompetenzen wie Sprachausdruck und –interaktion zu trainieren und zu entwickeln. Wie bei einem „Tauschhandel“ lernen und profitieren beide Gesprächspartner jeweils voneinander. Dies bezieht sich nicht nur auf die Sprache, sondern auch auf die Kultur. Ebenso ist es durch solche Dienste möglich, soziale Kontakte und womöglich auch eine feste Beziehung aufzubauen.

Darüber hinaus findet man auf Seiten wie der von Lengalia spanischsprachige Videos über Restaurants und die spanische Küche sowie Podcasts, die Spanien und Lateinamerika behandeln. Letztere ermöglichen es, Muttersprachlern dabei zuzuhören, wie sie in ihrem ganz eigenen Dialekt über Kultur und wichtige Aspekte des Lebens und der Sprache reden. Auch auf Seiten wie youtube finden wir Videos, die sich an Lesebüchern verschiedener Kompetenzniveaus orientieren und mit deren Hilfe wir unsere Sprachfähigkeiten trainieren können.

Auch wenn ich kein Freund von Stereotypen bin, möchte ich hier trotzdem einen erwähnen, der sehr weit verbreitet ist und nach dem die Katalanen (Katalonien) die geizigsten Spanier sind. Dieser Stereotyp hat auch das Sprichwort bedingt, welches in der Überschrift dieses Artikels Erwähnung findet: „La pela es la pela“ (etwa: Geld stinkt nicht). Dieses Sprichwort ruft getreu dem Motto „Je weniger, desto besser“ dazu auf, Geld zu sparen beziehungsweise nicht viel davon auszugeben. Auch wenn der Erwerb von Sprachen sicherlich teuer sein kann, wollten wir Ihnen trotzdem einige komplett kostenlose Lernmittel zeigen. Diesen Ansatz werden wir auch in Zukunft verfolgen, damit sie Ihre „pesetas“ nicht zweimal umdrehen müssen!

Obwohl ich selbstverständlich gegen Stereotypen bin, möchte ich anmerken, dass es einen in Bezug zu den katalanen gibt, der sehr weit verbreitet ist. Dieser besagt, dass sie die knauserigsten Spanier seien. Aus diesem Vorurteil geht auch die Redewendung hervor, die den Titel dieses Artikels ausmacht: „La pela es la pela“ (etwa: Geld stinkt nicht). Diese Wendung betont die Wichtigkeit des Geldes und steht für die Meinung, man solle davon nicht zu viel ausgeben (gemäß dem Motto: „Je weniger, desto besser“). Auch wenn das Erlernen einer Sprache sicherlich viel kostet, wollten wir Ihnen trotzdem mit diesem Text einige komplett kostenlose Hilfsmittel zum Spanisch lernen kostenlos präsentieren. Auch in Zukunft werden wir in dieses Thema behandeln, damit wir den „Pfennig“ nicht zweimal umdrehen müssen.

Destination Mexiko “Sprachreise”

Destination Mexiko Sprachreise

Destination Mexiko Sprachreise

Spanisch lernen in der Sonne Mexikos mit Sprachcaffe Sprachreisen

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, etwas Gutes für sich tun und dennoch an der Weiterbildung arbeiten. Diese Kombi ist ideal realisierbar auf Sprachreisen mit Sprachcaffe.
Die Verknüpfung aus Sprachen lernen und Urlaub machen eignet sich für Sprachreisende jeden Alters. Attraktive Destination locken zur sonnigen Sprachreise mit Erfolgsgarantie, denn wo ließe es sich wohl entspannter lernen, als im Urlaub?
Eine Sprachreise ins Land der Sombreros, des Tequilas und der Tacos, das Ganze auch noch mit Tramstrand gekoppelt, wer würde nicht davon träumen?
Spanisch unter Palmen, das geht ganz einfach mit Sprachcaffe in Playa del Carmen.
Neben dem Spanisch lernen an Traumstränden einfach entspannen oder Salsa Tanzen bei feurigen Rhythmen und scharfem Essen; heiß her geht es bei der Sprachreise Spanisch nach Mexiko.

Spanisch lernen im Sprachcaffe Playa del Carmen

Die Sprachreise Spanisch nach Mexiko eignet sich besonders für Anfänger. Die Mexikaner sprechen sehr klares Spanisch mit wenig Akzent und deutlicher Aussprache. Ihre sehr herzliche und freundliche Art spiegelt sich auch in ihrer Sprechweise wieder: Sie hören aufmerksam und geduldig zu und wollen einen verstehen. Nebenbei sprechen sie langsam, damit auch Fremdsprachler sie verstehen können. Während Ihrem Spanisch Sprachkurs werden Sie in der Kleingruppe Gleichgesinnter von Muttersprachlern unterrichtet, welche Ihnen neben der Sprache auch die mexikanische Kultur vermitteln werden.
Die Sprachcaffe Sprachschule befindet sich im Hotel Playa del Carmen in Laufnähe zum Strand und der Flaniermeile Quinta Avenida, wo Sie nach Herzenslust Shoppen oder die unvergleichliche mexikanische Gastronomie in zahlreichen Bars, Cafés und Restaurants erleben können. Das pulsierende Nachtleben erwartet sie in Clubs, Diskotheken und den legendären Beachclubs. Untergebracht sind Sie bei Ihrer Sprachreise Spanisch direkt im Hotel auf der Sprachcaffe Anlage mit schönem Pool. Nach der morgendlichen Stärkung beim Frühstück unseres hoteleignen Restaurants starten Sie den Tag beim Spanisch Sprachkurs und freuen Sie sich auf anschließende Strandnachmittage.

Freizeitprogramm bei der Sprachreise Spanisch in Mexiko

Neben dem Sprachen Lernen bietet die Sprachcaffe Schule in Playa del Carmen ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm aus Sport, Kultur und Entspannung an.
Wie wäre es z.B. mit ein bisschen Salsa Tanzen? Unsere Salsa Tanzkurse sind die ideale Ergänzung zum Spanisch Lernen auf Ihrer Sprachreise Mexiko.

Nach dem Sprachkurs erwarten Sie herzliche Menschen. Erleben Sie die aufregende Kultur, indem Sie sich auf die Spuren der Mayas begeben. Die Riviera Maya auf der Halbinsel Yucatan bezeichnet die schönsten Mayaruinen, wie z. B. die ehemalige Mayastadt mit einmaliger Strandkulisse in Tulum, der einzig noch begehbaren Pyramide von Cobá oder das legendäre Chichen Itza als wohl bekanntestes Überbleibsel der Maya Hochkultur. Alternativ besuchen Sie die Mayadörfer, um zu sehen, wie die Ureinwohner heutzutage noch völlig Back to Basics leben. Mit dem Spanisch Lernen wird es hier allerdings nichts, denn die Maya sprechen ihre eigene Sprache.

Wassersportler kommen bei der Sprachreise Mexiko voll auf ihre Kosten. Das Mesoamerikanische Riff der mexikanischen Karibik ist ein wahres Tauchparadies, insbesondere die Playa del Carmen vorgelagerte Insel Cozumel ist ein El Dorado für Tauchfans. Desweiteren locken Cancuns Unterwassermuseum, zahlreiche Wracks und die einmalige Unterwasserwelt des Korallenriffs.
Für Nicht-Taucher eignet sich das Walhai-Abenteuer- Schnorcheltour (in der Saison Mai- September) oder das Baden in offenen Cenoten. In den unterirdischen Kalksteindolinen kann man auch tauchen.

Auf Reisen mit der spanischen Sprache (Sprachreisen spanisch)

Sprachreisen

Auf Reisen mit der spanischen Sprache

Für Touristen scheint es immer attraktiver zu werden, während einer Reise im Ausland einen Sprachkurs zu absolvieren. Dies ist eine gute Gelegenheit, um den Spaß, die Erholung, Strand und Meer sowie große Städte dieser Welt zum einen und das Erlernen einer Sprache zum anderen zu verbinden. Der Lernprozess vollzieht sich dabei in der Kultur und dem Umfeld, in dem die Sprache beheimatet ist. Laut vieler Theorien zum Fremdsprachenunterricht ist dieser Kontext, in dem die Kurse stattfinden, optimal für den Spracherwerb. Man spricht auch von Immersion. Dabei bekommen die Schüler authentischen und realistischen Input. Man könnte sagen, dass dies die perfekte Symbiose aus Sprachunterricht und –Erwerb sei. Einerseits nimmt man ganz gewöhnlich an einem theoretischen Kurs teil, wie man es auch täte, wenn man sich in seinem Heimatland befände. Allerdings sind die Sprachkurse im Ausland noch besser an die aktuellen Bedürfnisse der Touristen angepasst. Andererseits lebt man in der Sprache, da man alle Aktivitäten abseits des Unterrichts ebenfalls in der Fremdsprache durchführt. Man kann sogar davon ausgehen, dass das Leben während der Ferien noch reichhaltiger an Aktivitäten ist als der Alltag, da man zum Beispiel sehr oft mit dem Dienstleistungssektor in Kontakt kommt. In diesem Zusammenhang ist der Sprachunterricht der erste Punkt, den ich angesprochen habe, und der Spracherwerb der zweite.

Der Kontakt, den man zu der Sprache hat, ist im Urlaub sehr eng, da die Sprache außerhalb des Sprachunterrichts omnipräsent ist. Im Gegensatz dazu beschränkt sich die „spanische Welt“ im Heimatland lediglich auf den Kurs selbst. Man profitiert also im letzteren Fall nicht von dem unbegrenzten Kontakt mit dem Spanischen wie im ersten. Wenn man im Urlaub bei einer spanischen Familie wohnt, ist der Unterschied sogar noch ausschlaggebender.

Es kommt allerdings auch sehr stark auf die Wahl des Urlaubslandes an, da der Schüler den Dialekt der jeweiligen Region kennenlernt. Er kommt ebenso mit der besonderen Intonation in Berührung wie mit der regionalen Kultur. Der Schüler muss sich mit dem Spanisch auseinandersetzen, wie es im Fernsehen, im Radio, in der Literatur und auf der Straße benutzt wird. Dabei wird er auch die Umgangssprache und den Jargon zu hören bekommen. Abhängig vom persönlichen Sprachniveau kann dies natürlich eine tolle Gelegenheit sein, mit seinen eigenen Augen die Unterschiede in der Ausdrucksweise zu erleben. Dabei wird offensichtlich, wie stark die Art der Bewohner, sich auszudrücken, davon abhängt, welches Alter sie haben oder welchen Beruf sie ausüben. Man muss sich dabei immer auch bewusst sein, wie weitläufig die spanischsprachige Welt ist und wie vielschichtig ihre kulturelle Realität ist. Die Sprache spiegelt natürlich immer auch diesen kulturellen Reichtum wider.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass man sich während eines Sprachkurses im Ausland oft auch in multilingualen und multinationalen Klassen befindet. Somit wird die Mehrheit der Studienkollegen immer vielen verschiedenen Nationen entstammen, was eine einzigartige und bereichernde Gelegenheit darstellt. Dies ist nicht nur vom kulturellen Standpunkt aus eine tolle Erfahrung, sondern zwingt auch dazu, sich auf Spanisch zu unterhalten. Das einzige Mittel, sich zu verständigen und welches allen zur Verfügung steht, ist eben die spanische Sprache. Man kommt nicht umhin, ständig seine Sprachkompetenzen zu trainieren und auszubauen.  Darum ist eine solche Sprachreise auch vom idiomatischen Standpunkt aus eine gute Sache.

Abschließend lässt sich sagen, dass so eine Sprachreise nicht nur eine tolle Alternative zu den sonstigen Urlaubsplänen darstellt, sondern auch die unvergleichbare Möglichkeit für den Schüler ist, seine Sprachfertigkeiten auf natürliche Weise zu schulen. Zudem kann man sich so sehr gut selbst beweisen, dass man dazu in der Lage ist, in einer anderen Kultur und Sprache zu leben. Dies alles macht aus einer Sprachreise eine Erfahrung, die das Leben auf beruflichem wie auf persönlichem Gebiet bereichert.

Warum die Aussprache so wichtig ist

Warum die Aussprache so wichtig ist

Wieso haben Spanier den Eindruck, ein Nicht-Muttersprachler habe ein höheres Sprachniveau, wenn er eine gute, natürliche Aussprache hat? In dieser Frage liegt der Schlüssel für die Wichtigkeit des Erwerbs einer natürlichen Aussprache.

Gewiss werden zurzeit viele kontroverse Diskussionen zur Frage geführt, ob die Grammatik im Fremdsprachenunterricht nicht mehr oder weniger vernachlässigt würde oder ob man einigen Aufgabentypen nicht mehr Achtung beimessen sollte aufgrund ihrer Wichtigkeit für den Erwerb kommunikativer Kompetenzen. Was allerdings niemand bestreiten würde ist die Tatsache, dass die Aussprache im Unterricht mehr und mehr an den Rand gedrängt wird, dass sie eine der am meisten marginalisierten Kompetenzen darstellt. Heutzutage scheint dieser Sichtweise jeder zuzustimmen, doch nur wenige tun etwas, um dies auch zu ändern. Es stimmt natürlich, dass einige Schulen Stoff vorgeben, der in einer begrenzten Zeit durchgenommen werden muss. Daran leidet dann in vielen Klassen die Aussprache, der nicht die Zeit gewidmet wird, die sie normalerweise verdient.

Als sehr silbenorientierte Sprache setzt das Spanische bewusstes, nicht theoretisches Erlernen der Phonetik voraus, besonders wenn es sich bei den Schülern um Sprecher sehr entfernter Sprachen handelt. In der spanischen Sprache wird der Sprachrhythmus durch die Silben geprägt. Daraus ergibt sich, dass man in allen Wörtern alle Silben aussprechen muss. Dies unterscheidet das Spanische von anderen Sprachen, zum Beispiel dem Englischen, welches akzentorientiert ist; was hier für den Rhythmus zählt sind die Akzente der Wörter und nicht so sehr ihre Silben. Das plausibelste Beispiel für das eben beschriebene Phänomen ist der Unterschied in der Ausdrucksweise im Spanischen und im Englischen: Während es in der englischen Sprache Silben gibt, die man praktisch nie ausspricht – man hat den Eindruck, die Intonationskurve falle -, muss man im Spanischen alle Silben aussprechen, um die Bedeutung des Gesagten nicht zu verändern. Aus diesem Grund müssen wir im Spanischunterricht Aufgaben bearbeiten, die sich mit Fragen der Phonetik beschäftigen und mit diesem charakteristischen Aspekt der Sprache arbeiten.

Darüber hinaus ist es wichtig, sich dem anwendungsbezogenen Wert der Aussprache in einer Sprache wie der spanischen bewusst zu werden. Der Schüler muss im Hinterkopf behalten, dass der Tonfall eher erhöht ist und dass die Spanier mit ihm im Gespräch Absichten deutlich machen. Neben komplett phonetischen Elementen spielen auch noch andere wie Gesten, Gesichtsausdrücke sowie andere nonverbale Aspekte eine große Rolle. Sie unterstreichen die Bedeutung des Gesagten.

Kommen wir nun zurück zur Anfangsfrage: Warum setzt man gute Aussprache mit guten Sprachkenntnissen gleich? – Weil ohne eine gute Aussprache und ein Gefühl für die Phonetik der Lernprozess nicht abgeschlossen ist, selbst wenn alle anderen Sprachkompetenzen sehr stark ausgeprägt sind. Aus diesem Grund gilt es, diese Fähigkeit von Anfang an zu fördern, damit sich der Fortschritt genauso schnell vollziehe wie auf dem Gebiet anderer Fertigkeiten. Diejenigen, die ein höheres Niveau auf dem Gebiet der Aussprache erreichen, sind in der Lage, ihrem Gegenüber einen besseren Eindruck ihrer Sprachkenntnisse zu vermitteln. Daneben sind natürlich auch die nonverbalen und situationsbezogenen Faktoren von Bedeutung. Behält man all dies im Auge, so erreicht der Schüler ein gutes Sprachniveau und wird in der Lage sein, sich überall in der spanischsprechenden Welt zurecht zu finden.

Anmerkungen zur Literatur und dem Fremdsprachenunterricht

Anmerkungen zur Literatur und dem Fremdsprachenunterricht

Viele Institutionen, Ratgeber sowie Experten trennen den Fremdsprachenunterricht vom Literaturunterricht. Sie sehen beide als völlig voneinander getrennte Disziplinen, obwohl gewiss niemand die enge Beziehung zwischen den beiden in Frage stellen würde. Die Literatur besteht aus Sprache und eine der Ausdrucksmöglichkeiten der Sprache sind literarische Texte. Niemand würde die Bedeutung der Sprache für die Kunst bestreiten. Besonders in den Lehrbüchern für die Sekundarstufe und das Abitur wird zwischen beidem getrennt. Die Leitfäden bieten einerseits Themen zur Sprache und andererseits welche zur Literatur an. Dies setzt sich fort bis zu den akademischen Graden der Philologie; es gibt literarische Studienfächer und sprachliche Studienfächer. Aus diesem Grund gehen auch viele Sprachlehrer davon aus, dass ein literarischer Text in ihrem Unterricht lediglich als „Zierde“ dienen könne und als „Beiwerk“ zum eigentlichen, richtigen Sprachunterricht.

Obwohl viele die Einführung der Literatur in die Sprachklassen seit jeher als „fast“ unmöglich betrachten, geht die Entwicklung momentan genau in diese Richtung. Gewiss gilt es noch viel zu tun und zu ändern, da einige noch der Meinung sind, erst sehr weit fortgeschrittene Fremdsprachenschüler könnten sich an literarische Texte heranwagen. Genau in dieser Hinsicht muss sich der Standpunkt ändern.

Natürlich muss der Lehrer jederzeit seine Materialien und Dokumente passgerecht auf den Sprachschüler anpassen und auswählen. Doch auch literarische Texte können geeignet sein, wenn man sie denn anwenden will. Besonders zu nennen ist die Gattung der sogenannten „Realia“, die in letzter Zeit immer öfter eingebracht und behandelt werden. Dabei handelt es sich um Texte, die nahe der Realität angesiedelt sind und in solcher Form auch im Leben von Muttersprachlern auftauchen. Sie dienen der Klasse als musterhafte Beispiele und lehren viel über Sprache und Kommunikation. Die Idee dabei ist, dass die Benutzung dieser „Realia“ sich nicht nur auf das fortgeschrittene Niveau beschränkt, sondern auch schon Sprachanfänger damit konfrontiert werden. Die Literatur sollte, ob in Form der „Realia“ oder nicht, schon auf Anfängerniveau behandelt werden. Der Schlüssel dazu liegt in dem, was ich weiter oben geschrieben habe: Die passende, adäquate Auswahl der Lehrmaterialien. Wenn man die Texte geschickt für die jeweiligen Niveaus auswählt, bietet die Literatur einen unglaublichen Reichtum für alle, die etwas über Sprache und Kultur lehren und lernen wollen. Einerseits können wir mithilfe literarischer Texte sowohl das Leseverstehen (das Lesen an sich) als auch die Prosodie, die Aussprache, das Hörverstehen (durch lautes Lesen) und die Textproduktion (durch Begünstigung der Kreativität mithilfe von Ausgangstexten) trainieren. Andererseits lässt sich auch der kulturelle Aspekt fördern, der nicht minder wichtig ist. Die Literatur ist Teil einer Sprache und diese ist ihrerseits Kultur. Literatur wiederum spiegelt die Kultur wider. Durch die Beschäftigung mit der Literatur wird also gleichzeitig das Verständnis für Sprache und für Kultur gestärkt. Zudem hat die Beschäftigung mit Literatur auch einen emotionalen Wert, da man im Zuge ihrer viele verschiedene Themen ansprechen und diskutieren kann. Selbst das bloße Lesen von Literatur impliziert für viele schon Affektivität, da es sich ja um Kunst handelt.

Die Literatur stellt ein sehr nützliches Werkzeug für den Sprachunterricht dar, da sie motivierend und attraktiv für den Schüler ist. Ist sie es nicht, so liegt es in unserer Hand, dies zu ändern. Darüber hinaus ist sie sehr hilfreich bei der Behandlung von linguistischen und kulturellen Fragestellungen, wie sie im Fremdsprachenunterricht auftauchen.

Wörter, Wörter und noch mehr Wörter !

Wörter spanisch

Wörter, Wörter und noch mehr Wörter !

Zahlreich sind die , die die Lexik unserer Sprache bilden, doch dies sollte uns nicht abschrecken, da sie es uns ermöglichen, den Sinn der Nachrichten zu verstehen, die wir jeden Tag formulieren und aufnehmen. Sie bilden Gruppen, unterscheiden sich voneinander, verändern sich, formen Syntagmen, Reden, Aussagen, Texte, Sprechakte, Literatur und Kunst. Sie tun, was ihnen gefällt (, was natürlich so nicht stimmt, da wir letztlich entscheiden, welche Worte wir benutzen und was wir ausdrücken wollen). Aus diesem Grund werden wir in dieser Kategorie des Blogs über die Lexik der spanischen Sprache sprechen sowie über ihre Kuriositäten und Besonderheiten. Auch das Erlernen der Lexik im Speziellen wird behandelt.

Viele meinen, die Basis der Sprache und des Lernprozesses sei die Grammatik, doch dem ist nicht so. Wie die Studien über den sogenannten „lexikalen Schwerpunkt“, von Lewis in den Neunzigern gegründet, beweisen, ist Sprache eher „in Grammatik gefasste Lexik“ als „in Worte gefasste Grammatik“. Dies bedeutet, dass eine Person, die sich einem Text fremder Sprache nähert, nicht so sehr die Grammatik kennen muss. Das Verständnis hängt viel mehr  von der Zahl der Wörter ab, die die betroffene Person versteht.  Diesbezüglich ist auch anzumerken, dass in einer Rede viel mehr lexikale Elemente erscheinen als grammatikalische. Es ist nicht so wichtig für die Kommunikation (und hier das Leseverstehen), die Regeln zu kennen, die bestimmen, in welcher Form die Rede aus den Worten zusammengesetzt ist.

Richtet man sich nach diesem „lexikalen Schwerpunkt“, so muss das Lernen von einem attraktiven Input ausgehen, der aus mündlichen und schriftlichen Lerneinheiten bestehen soll und je nach Lernniveau gestaltet ist. Auf diese Weise entdeckt der Schüler die Sprache, die er lernen soll, aber vor allem viel neues Vokabular. Letzteres hilft ihm in besonderer Weise, die jeweilige Sprache zu lernen und zu einem Teil seiner sprachlichen Kenntnisse zu machen.

Was ist die beste Art, dies zu erreichen? – Die Bereicherung des Wortschatzes mithilfe vieler, vieler Vokabeln. Das Vokabellernen lässt sich dadurch erleichtern, dass man bestimmte Wörter zu Wortfamilien oder interessanten, für den Schüler reizvollen Themen zusammenfasst. Auf diese Weise lässt sich ein Beziehungsnetz zwischen Vokabeln bilden, das dem Fremdsprachenschüler hilft, mit kleinstmöglichem Aufwand Wörter, Wörter und noch mehr Wörter zu verinnerlichen. Dieser Prozess wird das Thema des nächsten Kapitels sein.

„Ja, ich hab’s ja gehört…!“

„Ja, ich hab’s ja gehört…!“

„Ja, ich hab’s ja gehört…!“

Betrachten wir einmal das Hörverstehen, welches neben anderen Anforderungen eine große Rolle beim Spracherwerb spielt. Es bildet eine der mündlichen Fertigkeiten ( neben dem mündlichen Ausdruck und der Interaktion innerhalb eines Gespräches ). Kurz gesagt bezieht sich der Begriff auf die Interpretation des gehörten Sprechinhaltes. Darüber hinaus gibt es auch in der Gesprächsinteraktion einen Teil des Hörverstehens, da diese als eine Kombination von Hörverstehen und –ausdruck verstanden werden kann.

Die Entwicklung des Verstehens beim Hören ist essentiell für den Erwerb oder das Lernen von Fremdsprachen; nicht nur, um einen Sprachkurs zu meistern. Das Hauptziel ist nämlich viel mehr die Fähigkeit, sich in der Fremdsprache verständigen zu können, um daraufhin in ihr leben zu können. Dies ist übrigens der Grund, warum die Mehrheit der Sprachschulen den Akzent beim Lehren auf der Kommunikation setzen. Im Allgemeinen möchte ein Schüler die jeweilige Sprache sprechen, um mit Muttersprachlern sprechen zu können oder sich während einer Reise im Land zurecht zu finden. Ich sage „ Im Allgemeinen..“, weil wir auch mit Lernenden zu tun haben, die eine Sprache erlernen wollen, um entweder Originalliteratur, in diesem Fall spanische, lesen zu können oder sich auf dem Gebiet des Handels oder der Medizin auf Spanisch verständlich zu machen. Für den Schülertypus, den ich als erstes beschrieben habe, ist es beispielsweise am meisten von Bedeutung, sich in einem Bahnhof oder einem Flughafen über die Fahr- und Flugzeiten, Verspätungen sowie Ausfälle schlau machen zu können. Auch zählt für ihn, in der Lage zu sein, Radio zu hören, fern zu sehen oder ein Kino zu besuchen. Was die Interaktionsebene anbelangt, so wünscht er sich, Informationen geben und erbitten zu können, um sich auf der Straße, im Restaurant oder im Laden orientieren zu können. Das Ziel ist hier praktischer Natur.

Bei der Ausbildung dieser Geschicklichkeit kommt es nicht, wie viele denken, darauf an, alle Wörter eines Gespräches verstehen zu können, sondern vielmehr darauf, die Schlüsselbegriffe zu entnehmen. Dadurch wird das Verstehen möglich. Nicht einmal dem Muttersprachler gelingt Ersteres immer.

Im Falle des Spanischen ist wie in anderen Sprachen auch die Intonation sehr wichtig, die das Ausgesprochene begleitet. Selbst wenn ein Satz auf semantischer Ebene das Gleiche bedeutet, so kann er mit unterschiedlicher Intonation ausgesprochen etwas anderes, ja etwas völlig entgegengesetztes aussagen. Es ist nicht dasselbe, wenn man sagt „Mir gefällt, dass es regnet.“ ( und es der Person wirklich gefällt, dass es regnet ) als wenn man sagt „Mir gefällt, dass es regnet …“ ( und es sich um einen Tag handelt, an dem sich alle über den Regen ärgern). Doch wie nehmen wir diese Bedeutungsverschiebung wahr ?  – Dadurch, dass wir auf die wie gesagt essentielle Intonation achten.

Genauso wie die Intonation spielen auch die Gesten im Gespräch von Angesicht zu Angesicht eine fundamentale Rolle. Wir dürfen uns nicht nur auf die verbale Sprache konzentrieren, sondern müssen auch die gestische beziehungsweise nonverbale Sprache im Auge behalten. Letztere ist es nämlich, die uns im Laufe einer Kommunikation viele zusätzliche Informationen über das explizit Gesagte hinaus liefert. Es ist darum wichtig, die nonverbale Art der Muttersprachler zu kennen, wenn man eine Fremdsprache lernt. Nehmen wir als Beispiel für den Fall des Spanischen den Spanier, der typischerweise beim Sprechen intensiv die Arme bewegt, um seinen Monolog zu begleiten und zu unterstreichen. Ferner pflegt der Spanier, während des Höraktes nickend den Kopf zu bewegen, um seine Aufmerksamkeit kenntlich zu machen. Werden diese Bewegungen in einem Gespräch nicht eingebracht, so ist es gut möglich, dass der Spanier sich zurückgesetzt fühlt, weil er das Gefühl hat, es sei nicht interessant, was er sagt.

Den Leser möchte ich dazu auffordern, sich nicht durch all diese zu beachtenden Aspekte entmutigen zu lassen. Während das Hörverstehen dem Sprecher als die Geschicklichkeit erscheint, bei der es am schwierigsten ist, Fortschritte zu machen, ist es genau diese Fähigkeit, die am meisten von der Immersion profitiert. Ist man von der jeweiligen Sprache umgeben, so bildet sich das Hörverstehen mit am schnellsten aus. Darüber hinaus ist der Erfolg auf diesem Gebiet, wenn er sich denn einstellt, viel befriedigender für den Lernenden als auf dem anderer sprachlicher Fertigkeiten.

Was tun wir also, um das Hörverstehen zu fördern ? Was kann man tun, um es zu verbessern ? In welcher Form können wir diesbezüglich auf das Internet sowie auf andere Medien zurückgreifen ? Diese und noch viele weitere Fragen werden in Form von Einträgen in diesem Blog beantwortet und kommentiert werden. Dies tun wir, damit Sie auch im Spanischen immer das Gefühl haben, es „ja gehört“ zu haben !